Chronik
Jonasch + Schneider

1840

Der aus Lauchheim stammende Schreinermeister Johann Schneider legt den Grundstein unserer Firmengeschichte in der damaligen Schafgasse in Waldhausen.

Die Anfänge in seinem Ein-Mann-Betrieb sind mehr als bescheiden. Ein Rechnungsbuch aus dem Jahr 1880 belegt, dass die Kunden überwiegend örtliche Bauern sind. Zu der Zeit ist es üblich, dass die einheimischen Bauern die Arbeitsleistung der ansässigen Handwerker mit Lebensmitteln bezahlen. So konnte Johann Schneider seine Familie einigermassen versorgen. Neben Schreinern waren die Vorfahren der Familie Schneider auch Meßner, Organisten und Lehrer.

Historische Rechnung von 1852, Schreinerarbeiten für die St. Ottilien-Kapelle Beuren
Historische Rechnung 1904 für einen Totensarg
1880 Kapellenpflege Arlesberg Jonasch + Schneider
Historische Rechnung für die Kapellenpflege St.Wendelin-Kapelle in Simmisweiler

1878

Mit Adolf Schneider I. übernimmt die zweite Generation die Firmenleitung. Die Auftragsstruktur ist typisch für die Zeit: Fenster und Türen, Reparaturen, Möbel für die Aussteuer der Dorfbewohner. Der Weg von der Dorfschreinerei zum Komplett-Dienstleister im Bereich Innenausbau ist lang, aber die hohe Qualität der Schreinerei Schneider von vor über 100 Jahren kann heute noch in den Kapellen in Arlesberg und Beuren bewundert werden. 1852 führt der Gründer Schreinerarbeiten in der Kapelle St. Ottilien im Aalener Teilort Beuren aus.

1879 passt sein Sohn den Altarstein in der St. Wendelin Kapelle in Arlesberg ein. »... dass ich jedes durch ungenügende Arbeit und Materialien entstandene Gebrechen der Bauherrschaft sogleich auf meine Kosten unweigerlich verbessern werde«, steht in dem für drei Jahre gültigen »Garantie- und Bürgschein«. Dafür muss er eine Kaution von 75 Mark hinterlegen.

Historischer Kautions- und Bürgschein von 1879 St. Wendelin-Kapelle Arlesberg.
Historischer Kautions- und Bürgschein von 1879 St. Wendelin-Kapelle Arlesberg.

1906

Der Vater übergibt die Schreinerei an seinen Sohn Adolf II.

1931 übernimmt Adolf III.  das Familienunternehmen in der 4. Generation. Er beginnt mit der Mechanisierung der Produktion und schafft eine kombinierte Kreissäge an. Den Ausbau des Unternehmens muss er wegen des Kriegsbeginns 1939 stoppen. 

1942

Adolf III. stirbt in Russland am 28.07.1942, dem ersten Geburtstag seines Sohnes Manfred, der die Firma nach dem Krieg wiederaufbaut. Manfred sah seinen Vater nie. 

Centa Schneider, die Frau von Adolf III., führt den Betrieb nach dem Krieg mit zwei Gesellen und einem Lehrling weiter. Sie heiratet den Schreinermeister Alexander Jonasch I.

1967

Manfred Schneider tritt 1967 nach erfolgreicher Lehre und Meisterprüfung in den Familienbetrieb als Kommanditist ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Zuliefertätigkeit im Ladenbau. Der Hauptkunde ist Osterloh-Ladenbau mit über 2000 Mitarbeitern. Hertie, Quellehäuser sowie das Berliner KaDeWe werden eingerichtet. 

Nach erfolgreichen Grundstücksverhandlungen wird der Standort in der heutigen Sebastianstrasse erworben. In den folgenden Jahren werden die Produktionshallen stetig erweitert.

Die geänderte Auftragsstruktur in den Bereichen Bankeinrichtungen, Ladenbau und gehobener Innenausbau erfordert laufend neue Investitionen und moderne Bearbeitungsmaschinen: Jonasch + Schneider wird 1967 zum Pilot-Betrieb des Landesverbandes. In der Folge lernen Schreiner aus dem gesamten süddeutschen Innungsgebiet in der Möbelwerkstätte. Wenige Jahre später wird der erste Doppelendprofiler angeschafft. Der Schritt von einer Dorfschreinerei zur industriellen Fertigung ist durchgeführt. Alexander Jonasch I. tritt 1974 aus dem Unternehmen aus.

1986

Ab 1986 wird das Unternehmen als Jonasch + Schneider Möbelwerkstätten GmbH geführt. Der Kundenstamm wird seitdem kontinuierlich ausgebaut. In den Vordergrund rücken neben dem Qualitätsmanagement verstärkt der Umweltschutz und Arbeitsschutz. Das Unternehmen verfügt seit 1990 über einen »CNC-gesteuerten Bohr- und Fräsautomaten in Verbindung mit einer CAD-Anlage«. Der Einstieg in die integrierte Planung und Fertigung wird vollzogen.

CNC-Fräse, Jonasch + Schneider Aalen 1990

Charlotte und Jörg Schneider, Architekt, treten 1997 in das Familienunternehmen als sechste Generation ein. In den deutschsprachigen Architekturbüchern sowie in unterschiedlicher Fachliteratur werden beachtete Artikel veröffentlicht.

2005

Jonasch + Schneider erhält einen Award für das »Fachgeschäft 2005«: Tritschler in Stuttgart. Weitere Preise und Nominierungen folgen. 

Das Aufgabengebiet liegt in Zuliefertätigkeiten für Verpackungen und Transportbehältern aus Holz und Kunststoff. Entwicklungen und Prototyping nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein. Ein weiteres Standbein sind individuelle Einrichtungen und Möbel aus Holz und Kunststoff für den Privatkundenbereich, den Handel und Objekte wie Banken, Kindergärten, Schulen und Industrie.

 

2010

Seit 2010 führen wir regelmässig Audits im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie seit 2011 im Umweltmanagement durch.

 

2016

Bundespräsident Joachim Gauck verleiht dem langjährigen geschäftsführenden Gesellschafter Manfred Schneider für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement 2016 das Bundesverdienstkreuz.

 

Heute

2019 tritt die siebte Generation in das Unternehmen ein. Auch werden gesamt 220 runde Mitarbeiter-Jubiläumsjahre gefeiert. 

Die Firma feiert im Jahr 2020 das 180-jährige Gründungsjubiläum.

 

Kontaktieren Sie uns:

info@jonasch-schneider.de

Jonasch und Schneider

Möbelwerkstätten GmbH

Sebastianstr.19/1

73432 Aalen-Waldhausen

Tel +49 7367 920 910

www.jonasch-schneider.com

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